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Syrien zwischen Zerstörung und Bewahrung

Nr. 198/2017 vom 12.07.2017

„Syrien zwischen Zerstörung und Bewahrung − Die Ausgrabung Tell Schech Hamad“ ist der Titel einer Ausstellung, die bis zum 3. September 2017 in der Campusbibliothek der Freien Universität zu sehen ist. Kuratiert von Studierenden archäologischer Disziplinen und ergänzt durch Gemälde von Rolf Brockschmidt wird am Beispiel des Archivs der Ausgrabung Tell Schech Hamad, Syrien an der Freien Universität Berlin gezeigt, wie das syrische Kulturerbe außerhalb Syriensan vielen Institutionen der Welt bewahrt wird. Der Besuch ist kostenfrei und während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 22 Uhr und samstags/sonntags von 10 bis 20 Uhr möglich. An mehreren Tagen werden einstündige Führungen für Gruppen bis zu zehn Personen durch die Austellung angeboten. Um Anmeldung unter www.schechhamad.de wird gebeten.

Sechs Jahre Krieg in Syrien, unendliches menschliches Leid, Zerstörung eingetragener Weltkulturerbe-Stätten, Beraubung, Plünderung und Vernichtung – wie kann man da von Bewahrung sprechen? „Was vermeintlich nur den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Erforschung und Darstellung unserer zivilisatorischen Entwicklung diente, ist in den letzten Jahren zum Hort der Bewahrung materieller und immaterieller Werte der Kultur Syriens geworden“, erklärt Prof. em. Dr. Hartmut W. Kuehne vom Institut für Vorderastaitische Archäologie der Freien Universität. Ein Beispiel sei etwa der Forschungsschwerpunkt „Archäologie Syriens“ an der Freien Universität Berlin. Er habe das Potenzial, eines Tages den Wiederaufbau und dieIdentitätsfindung Syriens wirksam unterstützen zu können.
Im Rahmen des Projektes „Ausgrabung in Tall Schech Hamad“ haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fünfunddreißig Jahre lang bis 2010 archäologische Grundlagenforschung im Flussabschnitt des Unteren Habur (Syrien) geleistet und dabei besonderers die assyrische Kultur der mittel-, neu- und nachassyrischen Zeit (13. – 6. Jahrhundert v.Chr.) berücksichtigt. „Der moderne Ort konnte mit der assyrischen Stadt Dur-Katlimmu identifiziert werden, die ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. den Zweitnamen Magdalu führte“, erklärt Prof. em. Dr. Hartmut W. Kuehne. Leicht abgewandelt zu Magdala sei der Ortsname in der parthisch-römischen Zeit bis zur Aufgabe der Siedlung im 3. Jahrhundert nach Christus weiter geführt worden.
Das Projekt ist am Institut für Vorderasiatische Archäolgie der Freien Universität Berlin angesiedelt und wurde bis Ende 2014 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Zeit und Ort der Ausstellung
Sonntag, 25. Juni 2017 bis Sonntag, 3. September 2017, Montag bis Freitag von 9.00 bis 22.00 Uhr, Saamstag und Sonntag von 10.00 bis 20.00 Uhr.
Campusbibliothek, Fabeckstraße 23/25, 14195 Berlin. U-Bahnhof Dahlem-Dorf (U3)
Termine der Führungen durch die Ausstellung
Treffpunkt für die Führungen ist der Eingang zum Gebäude Fabeckstr. 23-25 von der Fabeckstr. aus.
So 23.07.2017, 11.30 Uhr: Hartmut Kühne
Fr 28.07.2017, 14 Uhr: Jens Rohde
Sa 29.07.2017, 14 Uhr: Jens Rohde
Sa 05.08.2017, 16 Uhr: Dean Mahmoud
So 06.08.2017, 11 Uhr: Dean Mahmoud
Mo 07.08.2017, 19.00 Uhr: Hartmut Kühne
Mi 16.08.2017, 18 Uhr: Janoscha Kreppner
Führungen durch die Ausstellung können wegen des laufenden Bibliothekbetriebs nur für kleine Gruppen bis maximal 10 Personen angeboten werden. Bitte melden Sie sich daher unter der Adresse ausstellung@schechhamad.de für die von Ihnen ausgewählte Führung an.Die Führungen nehmen etwa eine Stunde in Anspruch.
Kontakt
Prof. em. Dr. Hartmut W. Kuehne, Intsitut für Vorderasiatische Archäologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-59185, E-Mail: hartmut.kuehne@fu-berlin.de
Weiterführende Links zum Projekt und zu den Führungen
Projekt Ausgrabung in Tall Schech Hamad: www.schechhamad.de/

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