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Forscher-Zuhause auf Zeit

Spatenstich für das neue Gästehaus „Villa Jordan“ der FAU mit 12 modernen Mini-Appartements und Gästezimmern.
Am Fuße des Erlanger Burgbergs entsteht mit dem Gästehaus „Villa Jordan“ eine neue Unterkunft für Gastwissenschaftler der FAU. Im Erlanger Jordanweg finden internationale Forscher und Forscherinnenkünftig ein Zuhause auf Zeit. Außerdem können die Räumlichkeiten der „Villa Jordan“ für kleinere Vortragsveranstaltungen oder Kamingespräche genutzt werden. Hohe akademische Anziehungskraft „Die FAU gehört zu den großen Forschungsuniversitäten Deutschlands mit exzellenten Forschungsleistungen und einer entsprechend internationalen Ausrichtung in Forschung und Lehre“, erklärte Professor Dr. Günter Leugering, Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten, in seiner Begrüßungsrede anlässlich des offiziellen Spatenstichs für das neue Gästehaus.
Leugering belegte die hohe internationale Anziehungskraft sowohl bezüglich Forschungskooperationen als auch in punkto Studierendenaustausch mit aktuellen Zahlen: Die FAU pflegt demnach 500 Hochschulpartnerschaften in über 70 Ländern und gibt derzeit 1.330 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und mehr als 4.000 Studierenden aus der ganzen Welt eine akademische Heimat. „Wir wollen diese Anziehungskraft zukünftig weiter ausbauen“, so der Kanzler Christian Zens in seiner Ansprache. „Dazu wird die FAU in den nächsten Jahren ihre internationale Positionierung vor allem über ihre Forschungsstärken und thematischen Schwerpunkte vorantreiben.“ Ein vorrangiges Ziel sei dabei die Gewinnung von hochqualifiziertem wissenschaftlichem Nachwuchs auch aus dem Ausland.

Zuhause auf Zeit
Für eben diese Zielgruppe stellt die FAU mit ihren Gästehäusern eigene Räumlichkeiten zur Verfügung. Dort können die akademischen Gäste die erste Zeit ihres Aufenthaltes so angenehm und unkompliziert wie möglich verbringen und sich auf ihre Forschung konzentrieren.
Bisher verfügt die Universität über vier Gästehäuser mit rund 50 Appartements: Dazu gehören die Internationalen Begegnungszentren an der Erwin-Rommel-Straße, das Gästehaus an der Bergstraße, das Gästehaus „UniKate“ im Röthelheimpark sowie Appartements in Uttenreuth. Doch diese Kapazitäten reichen nicht aus, um allen Gastforschern und -forscherinnen eine Wohnung anbieten zu können. Zum Teil sind diese Häuser schon Monate vorher ausgebucht.
Mit dem Gästehaus am Fuße des Erlanger Burgbergs erweitert die FAU ihr Angebot an internationale Gastwissenschaftler für ein „Zuhause auf Zeit“. „Die ‚Villa Jordan‘ erfüllt dabei eine Doppelfunktion sowohl als akademischer Rückzugs- als auch als Begegnungsort“, so Christian Zens weiter.
Professorenvilla in zeitgemäßer Fortschreibung
Tim Gräßel vom Architekturbüro Gräßel Architekten aus Erlangen erläuterte anlässlich des Spatenstichs den Entwurf: „Die Grundidee war hier, eine historische ‚Professorenvilla‘ in zeitgemäßem Kontext zu interpretieren und somit die Tradition der Bebauung des Erlanger Burgberges angemessen fortzusetzen.“ Die FAU wünschte sich dafür ein repräsentatives Gebäude unter Verwendung von hochwertigenMaterialien. So kann sich die zukünftige „Villa Jordan“ mit Anspruch und Haltung in die Umgebung einfügen und dieses Selbstverständnis nachhaltig in die Zukunft spiegeln.
Prägend für die nun verabschiedete Realisierung in Form eines zweigeschossigen Baukörpers mit Walmdach sei die Auseinandersetzung mit der benachbarten Villenbebauung und dem dichten, alten Baumbestand auf dem Grundstück. Der Baukörper wird daher auf der am wenigsten baumbestandenen Stelle des Grundstücks platziert, um den Baumbestand größtmöglich einbinden zu können.
Das Erdgeschoss des zukünftigen Gästehauses wird größtenteils mit öffentlichen Funktionen belegt. Ein Common-Room mit Cateringküche sowie eine Kaminlounge können als Begegnungszone der Gastwissenschaftler und temporär auch für andere Gelegenheiten, wie z.B. Vorträge oder Kamingespräche, genutzt werden. Im Ober- und Dachgeschoss wird das Gästehaus nach Fertigstellung über 12 moderne möblierte Appartements und Zimmer unterschiedlicher Größen zwischen ca.15 und 35 m² verfügen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2019 geplant.
Weitere Informationen:
Referat H2 – Körperschaftshaushalt, Stiftungen der FAUGerhard SchergerTel.: 09131/85-26642gerhard.scherger@fau.de

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