NetConnect Germany legt Bilanzierungsumlagen und Konvertierungsumlage auf 0 EUR/MWh fest

Ratingen, 11. August 2017.  Die NetConnect Germany GmbH & Co. KG (NCG) legt die SLP- sowie die RLM-Bilanzierungsumlage ab dem 1. Oktober 2017 auf 0 EUR/MWh fest. Für die Konvertierung von H-Gas nach L-Gas wird der Marktgebietsverantwortliche ein Konvertierungsentgelt in Höhe von 0,45 EUR/MWh erheben. Die Konvertierungsumlage wird auf 0 EUR/MWh gesenkt, das VHP-Entgelt auf 0,0012 EUR/MWh festgelegt.

Die Festlegung der Bilanzierungsumlagen auf jeweils 0 EUR/MWh ist das Ergebnis einer positiven Marktentwicklung. Aufgrund der prognostizierten Entwicklung des Regelenergiebedarfes, der gut funktionierenden Beschaffung von benötigten Regelenergiemengen und aufgrund der aktuellen Stände der Bilanzierungsumlagekonten kann NCG in der kommenden Umlageperiode auf die Erhebung der Bilanzierungsumlagen verzichten.

Gemäß Beschluss der Bundesnetzagentur zur Anpassung der Festlegung zur Einführung eines Konvertierungssystems in qualitätsübergreifenden Gasmarktgebieten (Konni 2) ist das Konvertierungsentgelt so zu bestimmen, dass der Markt einen ausreichenden Anreiz zum qualitätsübergreifenden Gashandel hat, der Marktgebietsverantwortliche jedoch gleichzeitig nicht zum überwiegenden Beschaffer der physischen L-Gas Mengen wird. Aufgrund der prognostizierten Entwicklung des Konvertierungssystems insgesamt wird das anreizorientierte Konvertierungsentgelt für die Konvertierung von H-Gas nach L-Gas weiterhin auf 0,45 EUR/MWh festgesetzt und bleibt damit auf dem Stand des vorherigen Festlegungszeitraumes.  

Die Konvertierungsumlage, die auf alle physischen Einspeisemengen erhoben wird, dient neben dem Konvertierungsentgelt zur Deckung der Kosten der kommerziellen und technischen Konvertierung. In die Bemessungsgrundlage fließen die für den Geltungszeitraum prognostizierten Konvertierungskosten (soweit nicht vom Konvertierungsentgelt gedeckt), die ermittelten Differenzbeträge und ein Liquiditätspuffer ein. Aufgrund der durchgeführten Prognosen und aufgrund des aktuellen Standes des Konvertierungskontos kann die Konvertierungsumlage auf 0 EUR/MWh gesenkt werden.

Das Entgelt für die Nutzung des Virtuellen Handelspunktes, das bei jeder nominierten Übertragung am Virtuellen Handelspunkt fällig wird, ist – entsprechend der Vorgaben der Bundesnetzagentur – so  zu wählen, dass die direkt oder indirekt durch den Virtuellen Handelspunkt entstehenden Kosten gedeckt werden. Vor diesem Hintergrund wird das VHP-Entgelt auf 0,0012 EUR/MWh festgelegt und bleibt damit auf dem Stand des vorherigen Festlegungszeitraumes.

Die Bilanzierungsumlagen, das VHP-Entgelt sowie erstmals auch das Konvertierungsentgelt sowie die Konvertierungsumlage werden für die Dauer von zwölf Monaten festgelegt.

Nach jetzigem Kenntnisstand und vorbehaltlich des Eintreffens der durch NCG vorgenommenen Prognosen könnte NCG für die Umlageperiode Oktober 2016 bis einschließlich September 2017
(= Überschussperiode) einen Überschuss gemäß GaBi Gas 2.0 erzielen. Dieser würde im Einklang mit der Festlegung GaBi Gas 2.0 und auf Basis der vertraglichen Regelungen an die Bilanzkreisverantwortlichen ausgeschüttet werden. Über etwaig durchzuführende Ausschüttungsprozesse wird NCG – nach Vorlage aller finalen Daten für die potenzielle Überschussperiode – gesondert informieren.

In Bezug auf das Konvertierungskonto wird NCG für die Umlageperiode April 2017 bis einschließlich September 2017 voraussichtlich keinen Überschuss gemäß Konni 2 erzielen.

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